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ABC des Minimalismus – so definiere ich für mich den minimalistischen Lebensstil

Oktober 3, 2019 8 min read 1 Comment

ABC des Minimalismus – so definiere ich für mich den minimalistischen Lebensstil

Oktober 3, 2019 8 min read 1 Comment

Wie definierst du Minimalismus für dich?

Diese Frage hat mir Petra von Die Aufräumerei vor ein paar Tagen gestellt. Ziemlich interessant, denn als ich angefangen habe, darüber nachzudenken, was Minimalismus für mich aus macht, bin ich auch ziemlich schnell immer wieder bei Mindful Zero Waste gelandet. Beides hat für mich unwahrscheinlich wertvolle Aspekte, die mein Leben weniger belasten und dafür mehr Selbstbestimmtheit, Achtsamkeit und Glücklich sein gebracht haben.

Also habe ich mich mal an die Arbeit gemacht und mein ganz persönliches ABC des Minimalismus aufgeschrieben.

Schnapp dir eine schöne Tasse Tee, mach’s dir gemütlich und schreib dir am Ende deine eigene Definition von Minimalismus auf. Du wirst sehen, dass sich dadurch auch einige Knoten im Kopf lösen können und dir noch mehr bewusst wird, warum es sich lohnt diesen Weg zu gehen. Du weißt ja, das unsere Glaubenssätze ganz oft unbewusst unser Handeln und Denken steuern. Mit solchen kleinen Übungen kannst du die Glaubenssätze aufspüren und dein Unterbewusstsein auf den richtigen Weg bringen. Probiere es aus!

Los geht’s mit dem ABC des Minimalismus

A – Aufräumen

Weniger Kram, der überall rumsteht, bedeutet auch weniger Aufräumen und Entstauben zu müssen. Ich freue mich jedes Mal wie ein Keks, besonders wenn ich das Bad putze, dass ich keine Flaschen und Krimskrams mehr wegräumen muss.

B – Bestandsaufnahme

Eine Bestandsaufnahme davon, was du alles so besitzt, kann unwahrscheinlich hilfreich sein, um in Zukunft minimalistischer zu leben. Ganz viele Dinge sind überhaupt nicht präsent in unserer Wahrnehmung und fristen ein Dasein fern unserer Aufmerksamkeit. Von diesen Dingen kannst du dich getrost verabschieden.

C – Capsual Wardrobe

Der einfachste Weg, um Minimalismus im Kleiderschrank zu erhalten, führt über eine Capsual Wardrobe. Dabei sind alle Kleidungsstücke so aufeinander abgestimmt, dass du unzählige Kombinationsmöglichkeiten hast. Ich habe meinen Kleiderschrank nach diesem Prinzip vor 1,5 Jahren ausgemistet und nur Klamotten behalten, die mir richtig gut passen, gefallen und mit dem Rest kombinierbar sind. Seit dem brauche ich 30 Minuten weniger, um mich früh fürs Büro anzuziehen.

D – Durchhalten

Je mehr Minimalismus du in dein Leben holst, desto gelassener wirst du. Aber es gibt einfach diese Momente, wo du vielleicht mal einfach was kaufen möchtest. Ich habe das so 2-3x pro Jahr mit Büchern. Da kaufe ich mir einfach einen ganzen Schwung neue Bücher. Mittlerweile als E-Books aber trotzdem. Was ich damit sagen möchte, es ist völlig normal und hat nichts damit zu tun, weniger minimalistisch zu sein oder gar aufzugeben. Einzig ein überzogener Perfektionismus könnte uns vom Durchhalten abbringen.

E – Einfach machen

Ich mag das Wortspiel, denn es liest sich wie „Mach es einfach“ im Sinne von unkompliziert, vereinfacht und simpel. Aber es bedeutet auch „Fang einfach an“. Leg los! Mir helfen im Alltag immer beide Varianten. Wenn ich nicht weiter komme, dann suche ich mir einen einfachen Weg, denn ich hasse komplizierte Dinge und manchmal fange ich auch einfach an, ohne schon hundertprozentig bereit zu sein. Bedauert habe ich bisher immer nur, wenn ich zu lange gezögert habe.

F – Freiheit

Für mich die Erkenntnis überhaupt. Minimalismus und die Art wie ich lebe, haben mir so viel Freiheit gebracht. Die Genügsamkeit macht unabhängig von einem Gehalt. Ich weiß auch, mit wie wenig ich leben kann. Ich bin freier in meinem Denken und meiner Zeiteinteilung.

G – Gelassenheit

Mit der Freiheit kommt auch die Gelassenheit, denn wenn du unabhängig von materiellen Dingen einfacher leben kannst, wirst du dich ruhiger und gelassener fühlen. Eine minimalistische Wohnung führt auch zu mehr Gelassenheit.

H – Nichts haben wollen

Der Weg von unserer Wohnung zum Supermarkt oder der S-Bahn führt an einer Reihe von wirklich schönen Geschäften vorbei. Früher bin ich immer mit einem Gefühl von „das Kleid / den Rock / die Kette will ich auch haben“ an den Schaufenstern vorbei gegangen. Es war immer ein negatives Gefühl mit einem Hauch von Enttäuschung. Wenn ich heute an den Schaufenstern vorbeigehe, weiß ich, dass ich davon nichts brauche und möchte. Das Gefühl von unbedingt haben wollen ist einfach weg. Statt dessen ist da ein Gefühl von Aufatmen und Freiheit.

Dann lass dir regelmäßig die Mindful Zero Waste Briefe schicken und erhalte als Willkommensbonus die Anleitung für deine persönliche Strategie.

I – Innehalten

Minimalismus ermöglicht es dir innezuhalten und bewusst wahrzunehmen, denn deine Aufmerksamkeit ist nicht mehr ständig abgelenkt von zu vielen Dingen in deinem Umfeld, auf deinem Handy, in deinem Kopf. Wir geben unserem Gehirn endlich wieder die Möglichkeit etwas zu merken, da es nicht ständig abgelenkt ist.

J – Jeder kann das

Jeder kann Minimalismus, Mindful Zero Waste und mehr Achtsamkeit in sein Leben bringen, denn ist gibt kein Richtig oder falsch und es gibt auch kein Zuwenig oder zuviel. Es gibt nur deinen ganz persönlichen Weg.

K – Nichts kaufen müssen

Früher, wenn mein Sohn auf die Frage was er sich zum Geburtstag wünscht, meinte er brauche nichts, habe ich mich komisch gefühlt. So als, ob ich meine Liebe nur über ein materielles Geschenk ausdrücken kann. Das ist kompletter Quatsch und heute freuen wir uns beide, dass wir einander nichts kaufen müssen. Stattdessen genießen wir unsere gemeinsame Zeit, gehen zusammen essen und zeigen uns einfach wann immer es passt, dass wir den anderen gernhaben. Wir müssen nichts kaufen!

L – Leben genießen

Minimalismus bedeutet für mich nicht nur weniger zu besitzen, sondern es bedeutet auch weniger Ablenkung auf dem Handy, weniger Putzen und weniger Zeit im Internet verschwendet. Dafür habe ich aber Zeit zum Klavierspielen, zum Fotografieren, Blog schreiben und Kochen. Für mich ist das unbezahlbare Lebensqualität.

M – Mindful Living

Für mich bedeutet Minimalismus immer auch ein achtsamer Umgang mit unseren Ressourcen. Meinen persönlichen (Energie, Geld, Aufmerksamkeit) aber auch den Ressourcen von Mutter Natur (Rohstoffen, Wasser, Energie). Mindful Living ist ein Leben zum Schutz unserer Umwelt durch weniger Verschwendung.

N – Neue Werte

Wenn Dinge und Sachen nicht mehr diesen Wert als Statussymbole haben, was kommt dann? Meiner Meinung nach kommen dann die echten Werte zurück, die den Menschen in den Mittelpunkt rücken. Es ist dann wertgeschätzt, wie viel sich jemand sozial oder ehrenamtlich engagiert. Es gibt Mitgefühl und ein Miteinander. Kollektivismus statt Individualismus und mehr Fürsorge für die Umwelt und Menschen, die unseren Schutz brauchen.

O – Optimismus

Ja, das bin ich. Ein unveränderlicher Optimist! Hände hoch wer noch? Ich glaube immer an das Gute. An die Freundlichkeit in den Menschen und daran, dass am Ende alles gut wird. Durch meinen Lebensstil befinde ich mich vielleicht hin und wieder in einer Blase des Optimismus, aber vielleicht folgen mir ja bald noch viel mehr Menschen.

P – Plastik vermeiden

Gilt auch im Minimalismus!

Q – Qualität

Weniger zu besitzen, die Dinge mehr wertzuschätzen und zu reparieren, statt ständig neu zu kaufen, führt früher oder später zu mehr Qualität in deinem Alltag.

R – Rückzugsorte

Sind enorm wichtig, um in unserer lauten, schnellen und extrovertierten Welt neue Kraft und Energie zu tanken. Mein Zuhause ist mein wichtigster Rückzugsort. Aber auch draußen in der Natur, die nur wenige Schritte von meiner Wohnung zum Glück beginnt, kann ich super auftanken. Dazu brauche ich nichts weiter, als das, was die Natur mir gibt. Es muss nicht immer das schicke, weit entfernte Wellnesshotel sein.

S – Saubermachen

Geht mit einer minimalistischen Einrichtung sehr viel schneller als in einer Wohnung oder einem Haus, dass komplett zugepackt ist mit allen möglichen Dingen. Und auch das Herstellen meiner eigenen Putzmittel geht sehr viel schneller und einfacher. Das Entrümpeln von alten Gewohnheiten und von meinem Zuhause hat mir die Freude am Saubermachen zurück gebracht.

T – Trennung

Trenne dich von allem was dir nicht guttut. Die meisten Menschen haben einfach zu viel. Vielleicht gehörst du auch zu denen, die überall dabei sein wollen, alles immer haben wollen, es jedem recht machen möchten oder Angst vor dem Verlust haben. Dieser Überfluss macht uns einfach unglücklich, abhängig und auf Dauer krank. Wenn du stattdessen mal ganz bewusst hin schaust und dich fragst, was dir die Aktivität, der Einkauf, die Konfliktvermeidung wirklich bringt, dann entdeckst du vielleicht, das die Antwort „Nichts“ lautet. Frag dich doch einfach mal, was das schlimmste wäre, was passiert, wenn du Nein sagst und stattdessen dein Ding machst? Oder was passiert dir, wenn du wirklich etwas verlierst vor dem du heute Angst hast es wegzugeben? Ich bin mir sicher, dass du das Leben weiter lieben wirst. Vielleicht so gar noch mehr, da du losgelassen hast. Das schlimmste, was passieren kann ist, dass du etwas gelernt und ausprobiert hast.

U – Unordnung vermeiden

Die Methode von der tollen Marie Kondo zum Ausmisten und Aufräumen lautet auf den Punkt gebracht, besitze nur, was dich glücklich macht und alles, was du besitzt hat einen festen Platz. Für mich ist das, der beste Weg, um Unordnung zu vermeiden. Jedes Teil, das ich besitze, weiß genau wo es hingehört und ich muss weder lange suchen noch überlegen, wo ich es am Ende des Tages hinräume. In meiner minimalistischen Wohnung hat alles seinen festen Platz.

V – Vorbilder

Für unsere Kinder, unsere Mitmenschen, Kollegen, Freunde, Nachbarn sind wir Vorbilder. Um eine nachhaltige Zukunft aufzubauen, die die Umwelt schützt und den Klimawandel hoffentlich noch abmildert, brauchen wir einen achtsameren Umgang mit allen Ressourcen. Wir können nur so viel entnehmen, wie sich auf natürliche Weise regenerieren kann. Das schaffen wir aber nur, wenn wir alle bewusster leben und weniger besitzen. Durch Minimalismus sind wir Vorbilder für andere und regen im besten Fall die Veränderung auch bei anderen an.

W – Wenn du in Eile bist, mache langsam

Minimalismus ist eine Lebenseinstellung, die nicht nur bedeutet eine leere Wohnung zu haben. Das erstmal gar nicht, sondern es ist eine Einstellung die auch in unserer Zeiteinteilung, unseren Aufgaben und Erledigungen, unseren Hobbys und unserem Medienkonsum präsent ist. Vor allem, wenn du gestresst bist und das Gefühl hast, ständig unter Zeitdruck zu stehen, ist Minimalismus vielleicht der Weg zur Lösung. Mach einfach mal langsam, gerade wenn du in Eile bist.

X – X-mal mehr Zeit für Dich

Durch Minimalismus schaffst du dir Freiräume, die du für dich ganz alleine nutzen kannst. Egal wodurch, sei es durch Minimalismus beim Instagramkonsum, weniger Shopping, weniger Putzen oder Ausmisten. Was auch immer dein Thema für den Minimalismus ist, es wird dir Zeit für dich bringen. Du kannst lesen, Musik machen, Träumen… was auch immer.

Y – Shinrin Yoku / Waldbaden

Shinrin Yoku ist der japanische Begriff für „Baden in der Waldluft“. Falls du es bis jetzt noch nicht getan hast, starte gleich damit, denn Waldbaden hat so viele Vorteile für deine Gesundheit. Durch den achtsamen und langsamen Spaziergang durch den Wald senkt sich dein Puls, dein Blutdruck kommt in die Normalität und deine Gedanken werden klarer. Minimalismus für den Kopf und Körper sozusagen.

Z – Zufällig

Zufällig gibt es unzählige Tipps für ein einfaches Leben und wie du Minimalismus umsetzen kannst. Egal ob du bei deinem Kühlschrank beginnst (… denn glaub mir ich bin immer überrascht was die Leute da alles so horten) oder in deinem Bad, Kleiderschrank oder Nachttisch, du wirst mit jedem Schritt mehr feststellen, wie gut es tut Ballast loszuwerden. Zufällig kannst du dabei nichts falsch machen, außer nicht anzufangen. Gehe deinen eigenen Weg und definiere Minimalismus für dich ganz persönlich.

 

Jetzt bist du dran.

Was gefällt dir am Minimalismus?

Was stört dich? Wie sieht dein ABC des Minimalismus aus?

 

Mehr ABC Varianten findest du bei Christof von Einfach Bewusst und bei Barbara Hodel.

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1 Comment

  • Petra Bäumler Oktober 7, 2019 at 6:53 am

    Liebe Jana,

    vielen Dank für dein wundervolles ABC. Vor allem“V wie Vorbilder“ hat es mir angetan, ich bin selbst Mama und denke, dass genau das Vorleben und selbst machen Wunder wirken. Kinder ahmen so viel nach, dass es uns manchmal erschreckt, z.B. wenn ich manchmal Sätze, die ich selbst zu meinem Sohn sage, um die Ohren bekomme 😉 Aber eben das bewusste Vorleben von guten Dingen, die Kinderstube eben, ist ein unglaublicher Ansporn für mich. Schließlich wollen wir die Kinder doch zu guten Menschen erziehen und da macht das Selbst-ein-guter-Mensch-sein noch mehr Lust, oder? Bewusst Dinge konsumieren, Momente und Erlebnisse vor Gekauftes stellen, einfaches und leckeres Essen zusammen genießen, mehr Zeit für die Familie haben statt viel mehr zu arbeiten um sich Luxus zu gönnen….

    Besten Dank für’s Teilen,
    herzliche Grüße-
    Petra

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