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Zero Waste Kochen für Artenvielfalt – so bleibst du gesund

Mai 12, 2019 5 min read No Comments

Zero Waste Kochen für Artenvielfalt – so bleibst du gesund

Mai 12, 2019 5 min read No Comments

Am 22. Mai ist der Tag der Artenvielfalt! Grund genug endlich mal dieses wichtige Thema anzusprechen und darüber zu reden, wie du durch deine Zero Waste Küche die Vielfalt der Arten und auch deine eigene Gesundheit unterstützen kannst.

Ohne Artenvielfalt können wir nicht leben

In jeder Hinsicht ist die Artenvielfalt für uns alle von immenser Bedeutung, auch wenn wir es leider oft nicht direkt bemerken. Anfang Mai hat der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen jedoch einen Bericht veröffentlicht, der mehr als alarmierend ist. Darin wird nach Auswertung von unzähligen wissenschaftlichen Studien aus den letzten 50 Jahre ganz klar beschrieben, dass wir Menschen am Artensterben Schuld sind. Falls du dich jetzt fragst, was das mit dir zu tun hat – hier kommt die Erklärung.

Warum brauchen wir die Artenvielfalt und warum soll ich deshalb Zero Waste leben?

Lass uns mal einen Schritt zurücktreten und das Ganze aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Natürlich spielt die Artenvielfalt eine entscheidende Rolle für den gesamten Kreislauf der Natur. Überall wachsen Pflanzen, die perfekt auf ihren jeweiligen Lebensraum angepasst sind. Sie sind auch die Nahrungsgrundlage für viele verschiedene Tiere, die wiederum Nahrungsgrundlage für größere Tiere sind. Und so weiter – bestimmt erinnerst du dich gerade an die endlos langen Biostunden und das viele auswendig Lernen. Aber wusstest du, dass einige Tiere absolute Feinschmecker sind und auch sonst sehr wählerisch sein können, wenn es um ihren Lebensraum geht?

Zum Beispiel fressen die Raupen vom Aurorafalter am liebsten die Schoten vom Wiesenschaumkraut. Wenn es gar nicht anders geht, ziehen sie zwar ein langes Gesicht, aber zur Not nehmen sich auch Knoblauch oder Weg-Rauke. Dann hört es aber schon fast  auf. Weder der Weißkohl, noch die Radieschen stehen ihnen an. Anders als einigen anderen ihrer Artgenossen. Genauso ist es bei den Vögeln, Bienen und jedem anderen Tier. Jeder hat seine Vorliebe und die Natur hält für jede Vorliebe ein Angebot bereit. Auch für uns!

Aber was passiert, wenn die Artenvielfalt verschwindet?

Wenn die Artenvielfalt verschwindet, wie es gerade sehr massiv passiert, dann haben nicht nur wir weniger Auswahl, sondern auch die Tiere. Wir Menschen können dann vielleicht noch ausweichen aber der Aurorafalter und seine Artgenossen nicht. Es entstehen Lücken im Kreislauf, die zu weiteren Lücken führen. Dabei ist die Abwesenheit von etwas genauso bedrohlich wie die Gefahr selbst. Du erinnerst dich?

Aber nicht nur die Störung im Naturkreislauf und in der Nahrungskette wird Auswirkungen auf unsere Ernährung haben, sondern auch unsere eigene Entwicklung ist sehr eng mit der Artenvielfalt verbunden. Die Vielfalt der Natur hat uns Menschen schon immer inspiriert. Die Artenvielfalt ist die Lebensgrundlage für uns Menschen und die Grundlage unserer Kultur. Wir haben von der Natur gelernt, haben unsere Sprache daraus entwickelt. Unsere Architektur, Literatur, Malerei, Musik sind geprägt von Ornamenten, Botanik, natürlichen Formen und Farben der Natur.

Die Lösungen, die die Natur bereits entwickelt hat, sind immer öfter auch die Lösungen für unsere Probleme. Wir spicken sozusagen bei der Natur, um wieder coole technische Neuerungen zu entwickeln. Stell dir vor, diese Vielfalt und Inspiration geht durch unseren Leichtsinn verloren und wir haben alle nur noch den Einheits-Misch-Masch! *Schüttel* 

„Die Nutzung und Übernutzung natürlicher Ressourcen durch den Menschen hat beispiellose Züge angenommen.“
Prof. Dr. Almut Arneth

5 Faktoren, die die Artenvielfalt negativ beeinflussen

Ok, vielleicht denkst du jetzt gerade, wie das sein kann, wo wir doch so viele Gärten, Wälder und Natur um uns herum haben. Während ich den Artikel gerade schreibe, blicke ich direkt auf Bäume und eine Elster hüpft draußen rum. Also wie kann es sein, dass die Arten verschwinden? Dafür gibt es 5 handfeste Gründe, die alle von uns Menschen verursacht wurden.

 

  1. Nutzung der Landflächen und Meere
  2. Invasive Arten bedrängen einheimische Tiere und Pflanzen
  3. Die direkte Nutzung von Pflanzen und Tieren
  4. Der Klimawandel
  5. Die Verschmutzung der Umwelt.

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In dem Artikel aus der Zeit steht, dass selbst bei Nutztieren die Vielfalt verschwinde. Mehr als neun Prozent der zur Nutzung als Fleischlieferant oder Arbeitstier domestizierten Säugetierrassen seien bis 2016 ausgestorben. Ich glaube, wir Menschen sind wirklich die einzige Spezi im Universum, die ihre eigene Lebensgrundlage vernichtet! Obwohl ich auch glaube, wenn du und ich die Zusammenhänge durchschauen, dann werden wir auch etwas dagegen tun.

Wenn du mehr Zero Waste lebst, unterstützt du die Artenvielfalt

Lass uns die 5 Faktoren, die die Artenvielfalt beeinflussen noch mal kurz anschauen. Sie alle hängen mit der Art und Weise unserer Wirtschaft und vor allem unserer Landwirtschaft zusammen.

Sarah Wiener hat mal geschrieben, dass es auf der Walt schätzungsweise 30.000 Apfelsorten gibt, die sich alle in Aussehen und Aroma unterscheiden. Allein in Deutschland sind es 2.000 Sorten, davon werden aber lediglich 25 Sorten im Erwerbsanbau kultiviert. Und nur 7 gelangen regelmäßig in den Handel: Boskop, Cox Orange, Golden Delicious, Elster, Gloster, Jonagold und Granny Smith.

Wenn du mehr Zero Waste lebst, unterstützt du die Artenvielfalt. Klick um zu Tweeten

Ich schenke seit Jahren schon immer sehr gerne eine Apfelbaumpatenschaft. Übrigens ein tolles Zero Waste Geschenk. Mein Bruder, samt Familie und auch mein Freund sind alle schon in den Genuss gekommen. In einem Jahr habe ich dann auch mal dieses Apfel-Probierpaket mit ganz vielen verschiedenen unbekannten Sorten bestellt.

Ein Traum! Ich habe noch nie so viele verschiedene Äpfel gegessen. Zum Glück gibt es Obstbaumschulen, wie die von Frau Hoffmann, die die alten Sorten noch anbauen. Aber was passiert, wenn unser Geschmack an die 7 Handelssorten gewöhnt ist und wir nur noch die kaufen und als gut schmeckend empfinden? Wie können wir dann die restlichen 1.993 Sorten in Deutschland erhalten?

Lass dich durch Zero Waste zu mehr Geschmacksvielfalt inspirieren

Unser Geschmack wird tatsächlich von den großen Handelsketten bestimmt und alles ist bis aufs Letzte optimiert. Seitdem ich unsere Küche auf Zero Waste umgestellt habe und unverpackt einkaufe, habe ich aber festgestellt, dass ich vielseitiger einkaufe und koche.

Zum Beispiel haben wir viel mehr Hülsenfrüchte zu Hause. Ich habe Dinkelreis aus Deutschland im Vorrat, Hirse, rote Linsen und trockene Kichererbsen. Unser Ziel unseren Müll zu reduzieren führt uns häufig in kleine Inhabergeführte Läden, die unverpackte Produkte anbieten. Das heißt nicht, dass wir jetzt Tagelang durch alle Läden rennen, um verschiedene Lebensmittel zu kaufen. Stattdessen gibt es maximal 1x im Monat einen größeren Einkauf und 2x in der Woche die frischen Lebensmittel.

Vieles mache ich mittlerweile auch selbst, wie Joghurt, Nussmilch, Frischkäse. Alles was wir an Lebensmitteln kaufen ist Bio-Qualität und bevorzugt regional und saisonal. Landwirte, die nach den Biorichtlinien zum Beispiel von Demeter oder Bioland produzieren, unterstützen in der Regel auch die Artenvielfalt, da diese Wiederum auch ein natürlicher Pflanzenschutz ist und ohne Pestizide oder Kunstdünger auskommt. Am Ende hast du gesundes, nachhaltiges Essen in deiner Zero Waste Küche und du unterstützt die Artenvielfalt.

Was du sonst noch tun kannst, um die Artenvielfalt durch Zero Waste zu unterstützen

pinterest
  • Kaufe den Saft und Produkte von Streuobstwiesen, denn damit förderst du eine umweltverträgliche Form des Obstbaus. Der Saft kommt in der Regel in Mehrwegflaschen oder du kannst vielleicht auch selber Flaschen mitbringen
  • Achte beim Pflücken von wild wachsenden Blumen, Pilzen, Bärlauch und Beeren darauf, dass du nur soviel nimmst, wie du wirklich benötigst. Wichtig ist auch, niemals in Naturschutzgebieten zu pflücken.
  • Kaufe deinen Fisch lokal auf einem Forellengut oder auf dem Markt unverpackt und achte darauf nur Biofisch zu kaufen, um die Meere zu schützen.
  • Sammel die Korken von Flaschen und gib sie bei Sammelstellenfür Recycling ab
  • Traue dich, neue Rezepte mit alten Obst und Gemüsesorten wie Quitten, Topinambur oder Pastinaken auszuprobieren.
Welche Herausforderungen, Erlebnisse oder Erkenntnissen hast du mit Zero Waste in deiner Küche gehabt?

Dieser Artikel ist Teil der Aktion „Bloggen für Artenvielfalt“ von Bioland

 

No Comments

  • Marlene Mai 15, 2019 at 8:03 am

    Hallo Martha,
    das sind viele tolle Tipps gesammelt, ich finde es klasse, dass du noch einmal das Rundherum erwähnst – warum ist das eigentlich so wichtig und warum ist das ein Beitrag zur Artenvielfalt, den jeder von uns leisten kann. In kleinen Schritten, wenn man zero nicht gleich schafft.

    Ganz lieben Dank fürs Teilen mit unserer Linkparty „einfach. nachhaltig. besser. leben.“
    Marlene

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