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Ich erkläre der Angst vor der Zukunft jetzt den Krieg! Deiner und Meiner! – Mit Nachhaltigkeit und echten Werten als Waffe

Dezember 29, 2018 6 min read No Comments

Ich erkläre der Angst vor der Zukunft jetzt den Krieg! Deiner und Meiner! – Mit Nachhaltigkeit und echten Werten als Waffe

Dezember 29, 2018 6 min read No Comments
nachhaltigkeit ohne plastik zero waste alltag

Dieses Jahr war ein ganz besonderes Jahr für mich. Es gab keine einschneidenden familiären oder beruflichen Veränderungen, keine privaten Katastrophen, keine Geburten, Hochzeiten und zum Glück auch keine Todesfälle und trotzdem gab es tief greifende Veränderungen. In mir persönlich und auch in meinem Umfeld. Grund genug, um heute mal das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Der Klimawandel klopft an unsere schön geputzte Haustür

Irgendwie war der Jahreswechsel 2018 für mich von ganz viel Offenheit für Neues, Achtsamkeit und Weiterentwicklung geprägt und so bin ich immer tiefer in mein Herzensthema der Nachhaltigkeit gerutscht. Von dem Coaching bei der Female Future Force und meine persönliche Entwicklung aus der Finanzmisere, habe ich dir schon erzählt.

Aber ich habe unser Leben als Familie und unseren Alltag auch sonst ziemlich auf den Kopf gestellt. Zum Glück sind mein Sohn und mein Freund beide sehr geduldig und werden auch nicht unruhig, wenn sie mal wieder viel zu dünne Flüssigseife aus Olivenöl-Seifenflocken oder einen Badreiniger aus selbst angesetztem Orangen-Reiniger nutzen müssen oder zum Einkauf in den Unverpackt-Laden geschickt werden.

Eigentlich begann das mit dem Plastikfasten im Februar ganz harmlos und mit der Aussicht auf maximal 6 Wochen. Aber aufgehört haben wir auch 10 Monate später noch nicht. Mittlerweile haben wir eine ganz gute Routine für unseren Alltag gefunden und sind dabei immer mehr in Richtung Zero Waste Lifestyle unterwegs.

Dürre & Hitzeperiode

Während ich mit den Tücken meines neuen, vorzeigbaren nachhaltigen Alltags beschäftigt war, klopfte der Klimawandel ganz direkt und unmissverständlich an unsere Haustür. Dieses vergangene Jahr war auch geprägt von einer Trockenperiode, bei der es von Mai bis in den November keinen nennenswerten Regen in vielen Bereichen von Deutschland gegeben hat. Es war zeitweise so trocken, dass wir ein Bewässerungsverbot für unsere Gärten und Felder hatten und die Wasservorräte in den Supermärkten ausverkauft waren.

Proteste zum Erhalt des Hambacher Forst

Anfang Oktober kamen dann Proteste gegen den Kohleabbau im Hambacher Forst durch RWE dazu, die zum Glück vorerst die Rodung des 12.000 Jahren alten Waldes verhindert haben. Aber so ganz ausgestanden ist das Thema noch nicht. Blockadia, eine wachsende Klimabewegung, die sich aus ganz normalen Menschen überall auf der Welt formiert, hat damit nur einen kleinen Sieg errungen.

Naomi Klein beschreibt in ihrem Buch „Die Entscheidung – Kapitalismus versus Klima“ (Seite 357) „Blockadia … eine wandernde transnationale Konfliktzone, die mit zunehmender Häufigkeit und Intensität überall dort entsteht, wo die Rohstoffindustrie zu graben und zu bohren versucht, ob für den Tagebau, für Gas-Fracking oder für die Gewinnung von Öl aus Teersand, das dann durch Pipelines wegtransportiert wird.“

Das Interessante an Blockadia sind die Menschen, die es vereint und die jeweils vor Ort leben und mit dem Ort verbunden sind. Ladenbesitzer, Bauern, Großmütter, Studenten, Professoren, Arbeiter und Hoteliers. Es ist alles dabei, denn immer mehr Menschen, überall auf der Welt, wollen nicht mehr zulassen, dass große Firmen ihnen ihre Lebensgrundlage nehmen, das Wasser verknappen und für ihren Profit die Erde ausbeuten.

Beschluss der EU zum Verbot von Einwegplastik

Genau auf der gleichen Welle von mehr Achtsamkeit für die Auswirkungen unseres Handelns, passte dann auch die Debatte im Europäischen Parlament, an deren Ende ein Verbot von Einwegplastik beschlossen wurde. Dieser Beschluss und das wachsende Bewusstsein in der Gesellschaft, zeigt für mich sehr deutlich, dass viele kleine grüne Schritte von uns allen etwas Gutes bewirken können.

Die Folgen für die Natur, wenn wir Menschen einfach so weiter machen wie bisher, sind so massiv, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern einen Planeten hinterlassen würden, der nicht mehr lebenswert ist. Wofür? Ein Lebensstil, der auf Konsum und Wegwerfen basiert und viele von uns schon jetzt nicht mehr glücklich macht?

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Die Erkenntnis aus diesem letzten Jahr

Für mich persönlich ist die Erkenntnis aus diesem letzten Jahr, dass ich einen Lebensstil gefunden habe, der mich glücklich macht. Ich habe durch ein paar Veränderungen in meinem Alltag einen sehr viel nachhaltigeren Lebensstil gewonnen, habe viel Geld gespart und bin zufriedener und ausgeglichener.

Viele Ereignisse und Informationen aus den vergangenen 12 Monaten haben mich aber auch sehr zum Nachdenken angeregt und lassen mich mein Handeln immer mehr hinterfragen. Die ganzen politischen Wahlen und ganz offensichtlichen Verstrickungen zwischen der Politik und der Industrie lassen mich oft zweifeln.

Je mehr ich den Klimawandel verstanden habe, desto mehr habe ich auch die großen Zusammenhänge der Wirtschaft, der Finanzen, Freihandelsabkommen und Fluchtbewegungen verstanden. Es ist eigentlich ganz einfach: Auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen kann es kein unendliches Wirtschaftswachstum geben, auch wenn uns immer wieder Angst vor dem Schrumpfen der Wirtschaft und den Folgen der Arbeitslosigkeit gemacht wird.

Die Folgen des Klimawandels, die Dürren, Stürme, Überschwemmungen, Wasserknappheit, Kriege um lebenswerte Landschaften, nutzbare Ackerflächen oder Hunger sind viel Schlimmer. Die größte Gefahr ist nicht die Ökonomische, sondern die Ökologische.

Ich habe keine Angst, denn in mir ist Mut erwacht

Wie kommen wir jetzt aus der Misere heraus? Die Drohung von Arbeitslosigkeit und schrumpfende Wirtschaften auf der einen Seiten oder die fortschreitende Zerstörung der Natur und das Aufheizen unseres Planeten auf der anderen Seite. Beides keine erstrebenswerten Aussichten oder eine Lösung des Dilemmas, in das uns unsere Ignoranz der letzten Jahrzehnte gebracht hat.

Darüber nachzudenken macht mir Angst. Ich gebe das ganz offen und ehrlich zu. Was mir aber noch viel mehr Angst macht, ist die Vorstellung wie die Menschen reagieren werden. Welche Konflikte werden ausbrechen oder werden wir bereit sein, unser Leben zu ändern? Ich habe gelesen, dass ein Lebensstil, wie er in Deutschland noch bis in die 60er Jahre gelebt wurde, eine realistische Chance bietet, die Erderwärmung aufzuhalten. Die 60er Jahre sind nicht einmal 50 Jahre vorbei und ganz ehrlich, den Menschen damals ging es auch sehr gut.

Erinnerst du dich an die Erzählungen deiner Eltern und Großeltern, über den Zusammenhalt der Menschen? Das damals noch mehr Mitgefühl, Unterstützung und Miteinander bestand. Was wäre, wenn das unsere Zukunft ist? Mir macht das Mut und dafür setzte ich mich ein.

Vielleicht müssen wir alle mit weniger materiellen Dingen auskommen, aber wir werden ganz viel mehr Glück und Zufriedenheit finden. Auf unseren Reisen bisher habe ich die glücklichsten Menschen getroffen, die in sehr einfachen Unterkünften lebten. Sie waren arm in unserem materiellen Sinne, aber sie waren zufrieden, mit dem was sie hatten. Ich habe solche Menschen nie in einer Fußgängerzone oder einem Einkaufszentrum getroffen.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Gemeinschaft, wird in Zukunft der entscheiden Faktor sein, um Wetterextreme zu überstehen. Wenn sich Leute um die älteren Nachbarn kümmern, wenn geschaut wird, dass es allen gut geht und niemand zurückbleibt, dann ist es egal wie groß dein Haus, dein Auto, dein Bankkonto ist. Vielleicht ist das die lebenswertere Zukunft für uns? Vor dieser Zukunft habe ich keine Angst, sondern sie macht mir Mut, dass wir die Veränderungen schon meistern werden. Haben wir als Menschen bis jetzt ja immer geschafft.

Wertschätzung wird die Erde retten

Eine Tendenz, die mir in den letzten 12 Monaten auch immer mehr aufgefallen ist, ist die Wertschätzung nicht nur für andere Menschen, sondern auch für Produkte. Es haben sich Initiativen gebildet, um kaputte Sachen zu reparieren. Es gibt Ernährungsräte in fast allen großen Städten, die sich dafür stark machen, uns die Verbraucher und die Bauern, als Produzenten von Lebensmitteln wieder zusammen zu bringen.

„Ich glaube, je klarer wir unsere Aufmerksamkeit auf die Wunder und Gegenseiten des Universums um uns herum richten, desto weniger steht uns der Sinn nach Zerstörung.“ Rachel Carson 1954

Die Verbundenheit zur Natur, zu dem was uns umgibt und was uns ausmacht, nimmt wieder zu. Das ist die beste Entwicklung überhaupt. Denn etwas, dem man sich verbunden fühlt, das zerstört man nicht. Man beschützt es. Wenn wir weniger konsumieren, mehr reparieren, selber anbauen oder herstellen, die Menschen um uns herum besser kennenlernen und unser nicht-materiellen Werte wieder leben, dann ist das kein schlechtes Leben. Oder?

Ich persönlich werde auf jeden Fall an diesem Weg festhalten und habe mir für das kommende Jahr vorgenommen, dir mehr Anregungen, Tipps und Informationen zum Thema Nachhaltigkeit zu geben. Ganz praktische Ansätze für einen nachhaltig gelebten Alltag, ohne Konsumzwang und Umweltzerstörung, dafür aber mit Mitgefühl, Menschlichkeit, Achtsamkeit und Bewusstsein für die großen Zusammenhänge.

Lass uns loslegen und ins neue Jahr starten. Ich wünsche dir einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und gesundes 2019! Schreib mir gerne, was deine Vorsätzen sind, deine Herausforderungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit oder auch Erfolge! Ich freue mich!

 

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