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Eine Kurzanleitung für deine klimafreundliche Ernährung

August 11, 2019 8 min read No Comments

Eine Kurzanleitung für deine klimafreundliche Ernährung

August 11, 2019 8 min read No Comments

Das Zero Waste eine Bewegung ist, mit der wir täglich neue Wege gehen und bekanntes über Board werfen hast du bestimmt schon selbst erlebt.

Mit der Entscheidung für mehr Nachhaltigkeit und Zero Waste in deinem Alltag, stehst du aber mit Sicherheit auch immer mal wieder vor ganz verschiedenen Herausforderung, die dich an deiner Entscheidung für diesen Lebensstil zweifeln lassen. Vielleicht hast du keinen Unverpackt Laden in der deiner Nähe. Oder, gibt es nun mal in deiner Nachbarschaft keinen Biosupermarkt, sondern nur reguläre Supermärkte.

Du würdest das hier aber nicht lesen, wenn es dir egal wäre. Wenn gesundes Essen und der Wunsch nach mehr Zero Waste nicht irgendwo in deinem Kopf herumspuken und endlich von dir gelebt werden wollen.

Na klar, wäre es toll, wenn wir alle den Zugang zu unverpackten Lebensmitteln hätten. Am liebsten immer fußläufig und ohne große Hürden. Paradiesische Zustände, um Zero Waste zu leben

….. Ähmm….. Ich war kurz am träumen von dieser perfekten Welt…. 

 

Aber jetzt bin ich zurück.

 

Die Realität sieht aber für viele von uns anders aus.

Wir leben in einer Kleinstadt oder irgendwo auf dem Land und auch in größeren Städten ist es nicht immer leicht, im stressigen Alltag noch mehr Zeit zum Einkaufen zu finden. Wir selbst haben leider auch keinen Unverpackt Laden um die Ecke. Der nächste Laden ist in Frankfurt, was etwa 20 min entfernt ist. Und auch wenn ich mit der S-Bahn hinfahren kann, ist es doch immer ein ziemlicher Aufwand, da wir alle anderen Einkäufe tatsächlich zu Fuß erledigen können.

Meinen Einkauf im Unverpacktladen plane ich deshalb immer ganz genau und mache mich so ungefähr alle 8-10 Wochen auf den Weg zu einem Großeinkauf.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie ich es dann mit den Sachen mache, die zwischendurch aufgebraucht sind.

Die Antwort ist – wir finden Kompromisse.

Aus meiner Sicht geht es nicht darum 100% Müllfrei zu leben, wenn der Aufwand den du dafür betreiben musst, den Nutzen übersteigt. Und nein, das soll jetzt keine billige Ausrede sein oder der Aufruf zu „Weiter-so-wie-bisher“.

Aus meiner Sicht geht es nicht darum 100% Müllfrei zu leben, wenn der Aufwand den du dafür betreiben musst, den Nutzen übersteigt. Klick um zu Tweeten

 

Versteh mich bitte nicht falsch.

Was ich dir sagen möchte, ist, dass es völlig okay ist, auch mal etwas verpackt einzukaufen… und ja auch Plastik ist hin und wieder in Ordnung. Denn solange die Bedingungen für uns alle noch nicht optimal sind, müssen wir einfach Abwägen und Kompromisse eingehen.

Möchtest du ein Beispiel? Hier kommt es…..

Kaffee zum Beispiel. Mein Freund und ich trinken jeden Morgen unsere Tasse Kaffee. Nein, wir zelebrieren unseren Morgenkaffee. Das ist die Zeit, in der wir ganz gemütlich miteinander plaudern oder einfach nur die Nähe des Anderen genießen und langsam in den Tag starten. Durch dieses Morgenritual haben wir aber auch einen Verbrauch von etwa einem Paket Kaffee pro Woche. Wir kochen ihn in einer French-Press, um keinen Müll zu produzieren, wir sammeln den Kaffeesatz und das Wasser beim Ausspülen der Kanne für die Pflanzen auf dem Balkon und machmal trockne ich den Kaffeesatz auch und nutze ihn zum Putzen oder als Peeling. Klingt alles ziemlich nach Zero Waste, stimmt’s? Aber wir kaufen unseren Kaffee im Bioladen in einer Plastiktüte.

Es ist einfach eine Entscheidung, zwischen der Verpackung oder dem fair und klimafreundlich produzierten Inhalt. Für mich persönlich fühlt es sich besser an, wenn der Inhalt stimmt. Die Produktion eines Lebensmittels ist genauso wichtig, wie die Verpackung und gerade die Landwirtschaft hat einen riesigen Einfluss auf unser Klima und die Schäden, die wir der Natur zufügen.

In aller Fairness könnte jetzt natürlich das Argument kommen, dass wir dann eben auf unseren Kaffee verzichten müssten, wenn wir ihn nicht Unverpackt in Bioqualität bekommen. Aber das ist mir zu kurzfristig gedacht. Denn wenn du zum Beispiel keine andere Wahl hast, als im Supermarkt oder Discounter einzukaufen, wählst du doch auch nicht zwischen essen oder nicht essen. Du versuchst einfach, das Beste daraus zu machen und jeden Tag ein bisschen mehr Zero Waste in deinen Alltag einzuführen. Eben so weit es möglich ist und auch Sinn macht.

Ich bin unglaublich stolz auf dich, denn wenn du das machst, dann bist du auf dem richtigen Weg. Mindful Zero Waste Baby!

 

Dann lass dir regelmäßig die Mindful Zero Waste Briefe schicken und erhalte als Willkommensbonus die Anleitung für deine persönliche Strategie.

 

 

Für alle, die also keinen voll ausgestatteten Unverpackt Laden in der Nachbarschaft haben und manchmal einfach das nehmen müssen, was es im Laden so gibt, kommen hier 10 Tipps, mit denen du dich trotzdem klimafreundlich ernähren kannst.

 

1. Ernähre dich möglichst pflanzlich

In einer Studie zur Ernährung der Weltbevölkerung, wurde Anfang des Jahres veröffentlicht, dass wir die gesamte Menschheit bis 2050 problemlos ernähren könnten, wenn wir alle 50% weniger Fleisch essen und 50% weniger Lebensmittel wegwerfen. Meatless Monday sind zum Beispiel Initiativen, die sich für eine pflanzenbasierte Lebensweise stark machen. Mit weniger Fleisch auf deinem Speiseplan, stärkst du nicht nur deine Gesundheit, sondern schonst auch deinen Geldbeutel.

 

2. Kaufe regional und saisonal

Avocado aus Peru. Bohnen aus Kenia. Limetten aus Brasilien…. Unsere Lebensmittel kommen heute aus aller Welt und haben meistens schon riesig weite Transportwege hinter sich. Das das nicht sonderlich gut für das Klima ist, ist irgendwie logisch und trotzdem ist das Angebot dieser Exoten im Supermarkt nach wie vor enorm. Das wird sich erst ändern, wenn wir als Verbraucher uns wieder auf die heimischen Lebensmittel besinnen und diese auch nur kaufen, wenn sie Saison haben. Es geht nichts über einen Pfirsich oder grüne Bohnen, wenn ihre Zeit gekommen ist. Wenn du dich saisonal ernährst, dann hast du so viel Abwechslung in deinem Speiseplan, dass dir das Essen nie langweilig wird und gesund ist es obendrein.

 

3. Kaufe Lebensmittel, die möglichst nicht verarbeitet sind

Jedes Lebensmittel, dass industriell verarbeitet wird oder hergestellt wird, verbraucht zusätzlich Ressourcen. Mit unverarbeiteten Lebensmitteln, bist du sehr viel umweltfreundlicher unterwegs als jemand, der in seinem Einkaufswagen Fertiggerichte, Weißmehlprodukte, Margarine oder fertige Joghurts hat. Die Lebensmittel, die nicht verarbeitet sind, bekommst du in der Regel auch lose, da sie keine Werbung und bunte Marketingversprechen benötigen. Sie schmecken von ganz alleine und unterstützen deine Gesundheit.

 

4. Koche selbst und verzichte auf Convenience Produkte

Sofern du kein absoluter Anhänger von 100% Rohkost bist, dich überwiegend pflanzlich ernähren möchtest und Lebensmittel kaufst, die unverarbeitet sind, wirst du um das Kochen nicht herum kommen. Achte dabei aber darauf, dass du keine Fertiggewürzmischungen nutzt. Niemand benötigt eine Teigmischung für Kuchen, Brotbackmischungen, fertigen Pfannkuchenteig oder Kartoffelbrei aus der Pappschachtel. Alleine wenn du solche Produkte im Laden lässt und stattdessen deinen Kartoffelbrei, die Klöße oder Pfannkuchen selbst machst, kannst du sehr viel Müll sparen. Außerdem hast du die Kontrolle darüber wie viel Zucker, Salz und Zusatzstoffe in deinem Essen landen.

 

 

5. Bevorzuge Biolebensmittel

Leider ist es so, dass die konventionelle Landwirtschaft durch den hohen Einsatz von Dünger, Pestiziden und oft auch genverändertem Saatgut eine katastrophale Auswirkung auf die Natur hat. Die Böden sind durch Monokultur ausgelaugt, die Artenvielfalt sinkt und das Grundwasser ist Nitrat und Stickstoff belastet. Lass dich dabei nicht von bunten Werbebildern und tollen Präsentationen im Supermarkt blenden. Fakt ist, wenn du die Wahl hast zwischen einem Biolebensmittel, Bio-Obst und Bio-Gemüse oder konventionell hergestelltem Obst und Gemüse solltest du immer das Bioprodukt wählen. Achte darauf auch, wenn du auf dem Wochenmarkt einkaufen gehst, denn nicht alles, was dort angeboten wird, ist von den Händlern selbst produziert. Nachfragen lohnt sich, denn nur so können die Verkäufer auch erkennen, dass der Bedarf nach unverpackten, biologisch angebautem Obst und Gemüse steigt.

 

6. Koche mit Ökostrom und achte auch energiesparende Geräte

Wenn du dich für meine Zero Waste Briefe angemeldet hast, dann hast du als Willkommensgeschenk die Anleitung für deine persönliche Strategie zu mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag erhalten. Etwas. das du auf alle Fälle machen kannst, ist deinen Strom auf Ökostrom umzustellen. Egal wo du lebst und egal ob du schon so richtig Zero Waste im Alltag umsetzt oder nicht, Ökostrom solltest du unbedingt beziehen. Wenn du dann noch energiesparende Geräte einsetzt und möglichst wenig Strom in der Küche verbrauchst (Stichwort Kühlschranktür schnell zu machen, Kochplatte früher ausschalten, etc.) dann bist du schon wieder einen Schritt weiter.

 

7.Vereinfache die Rezepte

Klimafreundliche Ernährung beginnt tatsächlich schon mit der Auswahl der Rezepte. Denn wenn du über Stunden alle 4 Herdplatten plus den Backofen in Benutzung hast, dann hast du einen immensen Stromverbrauch. Also suche dir Rezepte aus, die nicht so aufwendig sind. Es muss jetzt nicht jeden Tag One-Pot-Pasta sein, aber keep it simple ist immer ein guter Ansatz. Das Gleiche gilt für die Zutaten. Rezepte, mit 20 verschiedenen Gewürzen und komplett exotischen Zutaten sind sehr viel klimaschädlicher als ein einfacher Eintopf oder so. Denn wenn du Sachen extra kaufen musst, sie lange Importwege hinter sich haben und du sie dann nach 12 Monaten halbvoll wegwirfst, weil es abgelaufen ist und es nur für dieses eine Gericht verwendet wurde, dann das ist ziemlicher Mist für unser Klima und deinen Geldbeutel. Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt.

 

8. Wirf keine Lebensmittel weg

Den größten Hebel für dein Zero Waste Vorhaben und eine klimafreundliche Ernährung ist es tatsächlich so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuwerfen. Egal ob die Unverpackt einkaufen kannst oder nicht, kaufe nur so viel, wie ihr wirklich auch verbraucht. Meistens ist das viel Weniger, als man denkt und die Supermärkte haben schließlich 6 Tage die Woche offen. Das heißt, wenn wirklich mal etwas alle is zu Hause, dann ist es schnell besorgt. Viel schlimmer wäre es, zu viel zu kaufen und das Überschüssige dann in die Tonne zu geben. Mache dir immer wieder bewusst, dass für jedes Lebensmittel, Obst und Gemüse wertvolle Ressourcen … und damit meine ich auch dein Geld… verbraucht werden.

9. Iss langsam und genieße, was du isst

Dieser Punkt kommt dir vielleicht auf den ersten Blick merkwürdig vor, aber er hat etwas mit der Wertschätzung unseres Essens und vor allem auch gesundem Essen zu tun. Wenn du nicht genießen kannst und dein Essen immer nur so nebenbei konsumierst, entgehen dir zum einen ganz viele köstliche Erfahrungen und zum anderen hast du keine Verbindung zu deinem Essen. Tendenziell essen wir auch viel mehr, wenn wir abgelenkt sind. Also einfach mal in Ruhe hinsetzen und ganz bewusst genießen was da vor dir auf dem Teller liegt.

 

10. Fahr nicht mit dem Auto, um Lebensmittel zu kaufen

Es soll ja tatsächlich Menschen geben, die sich die Werbeprospekte wöchentlich vornehmen und dann von Supermarkt zu Supermarkt fahren, um möglichst günstig einzukaufen. Über die Beweggründe kann man vortrefflich diskutieren, Fakt ist aber, dass es einfach nicht so toll ist für unser Klima, wenn wir viel Auto fahren. Aus diesem Grund solltest du, wann immer möglich dein Auto stehen lassen. Neben dem geringeren Verbrauch und CO2 Abdruck hat es auch den Vorteil, dass du nicht so viel kaufst. In der Regel reicht ein Stoffbeutel mit Lebensmittel für eine Person pro Woche. Das kannst du locker nach Hause tragen oder mit dem Fahrrad transportieren. Du sparst dadurch gleich doppelt Geld (beim Einkauf und beim Auto) und schonst die Umwelt.

 

Wie sieht es aus? Bist du dabei bei der klimafreundlichen Ernährung?

Hinterlasse einen Kommentar und erzähl mal, was für dich umsetzbar ist und was gar nicht funktioniert.

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