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Warum es alles andere als sexy ist, viel zu besitzen

Juni 22, 2019 4 min read 2 Comments

Warum es alles andere als sexy ist, viel zu besitzen

Juni 22, 2019 4 min read 2 Comments

Wir waren sexy, haben aber nichts besessen

Erinnerst du dich noch an die Zeit, zum Ende der Schule, als wir bei unseren Eltern auszogen und endlich auf eigenen Beinen standen? Einige sind zum Studieren in eine andere Stadt gezogen, andere haben eine Lehre begonnen. Wir alle waren jung, frei und haben quasi von Luft und Liebe gelebt. Wir waren super glücklich mit Nichts. Die Sonne, ein paar nette Leute und gute Musik haben vollkommen gereicht, um unseren Tag gut werden zu lassen.

Nach ein paar Jahren aber, waren wir fertig mit der Ausbildung oder dem Studium und sind so richtig ins Erwachsenenleben eingestiegen. Was meinst du, was dann passiert ist?

 

Jeder möchte individuell sein, aber wehe, man besitzt mal was nicht

Richtig, wir haben angefangen zu kaufen. Ich meine damit nicht die kleinen Anschaffungen, neue Klamotten oder mal einen Urlaub. Ich rede hier von all den Sachen, die sich jetzt in unseren Wohnungen stapeln, die Einrichtung, Möbel, Technik und Sportausrüstungen.

 

Je mehr wir verdient haben, desto mehr haben wir gekauft. Die Gründe sind ganz vielfältig:

  • Weil wir uns etwas gönnen wollen.
  • Endlich hatten wir nach all den Jahren mal Geld zum Ausgeben.
  • Zur Belohnung von dem Bonus, für den wir hart gearbeitet haben.
  • Wir möchten dazu gehören.
  • Die Sachen, die wir besitzen, zeigen unseren beruflichen Erfolg an.
  • Die Werbeversprechen haben uns gelockt.
  • Ein netter Nachmittag mit Freundinnen in der Innenstadt.
  • Alle im Freundeskreis besitzen dieses Gerät XYZ und ihre Wohnung sieht immer so stylish aus.
  • Aus Langeweile und weil wir sonst nichts mit uns anzufangen wissen.

Du kannst die Liste um ganz viele Punkte erweitern.

Wie viel Freude hast du an deinem Besitz?

Aber nicht nur das dieses ständige Neukaufen unserem Klima schadet, ich frage mich, ob es dich wirklich glücklich macht? Wie viel Freude hast du an deinem Besitz? Schaue dich mal ganz bewusst um. Vielleicht gehst du dafür auch in die Garage, in den Keller oder einfach nur deine Küche. Suche dir einen Raum deines Zuhauses aus und sieh dir die Dinge, die darin sind mal ganz genau an. Damit meine ich nicht das Hinschauen wie beim Staubwischen, sondern schaue genau hin und nimm das, was du siehst bewusst wahr.

Dann lass dir regelmäßig die Mindful Zero Waste Briefe schicken und erhalte als Willkommensbonus die Anleitung für deine persönliche Strategie.

 

Frag dich mal:

  • Wann hast du die Gegenstände gekauft?
  • Warum besitzt du sie?
  • Wann hast du sie zum letzten Mal benutzt oder überhaupt wahr genommen?
  • Was bedeuten sie für dich, genau in diesem Moment?
  • Wie würdest du dich fühlen, wenn der Gegenstand nicht da wäre?

Wenn wir ehrlich sind, dann besitzen wir viele Dinge, weil in unseren Köpfen ein Plappermaul sitzt, das uns einredet, das wir diese Sache unbedingt haben müssen. Was sollen sonst die Nachbarn sagen. Wie sieht es denn aus, wenn wir ohne XYZ… sind?!

Mein Haus, mein Auto, meine Statussymbole

Viele Anschaffungen, die wir tätigen, sind reine Statussymbole. Wenn wir endlich genug Geld verdienen, um uns ein neues Sofa kaufen zu können, dann gehen wir nicht mehr auf den Flohmarkt. Wir wollen zeigen, dass wir es geschafft haben und uns neue Dinge leisten können. Nur Leute, die nicht genug Geld verdienen und somit erfolglos sind, müssen Secondhand Möbel nutzen oder gebrauchtes kaufen. Stimmt’s?

Höre auf dich mit anderen zu vergleichen, sondern gehe den Weg, der dir guttut. Klick um zu Tweeten

Ich gebe zu, dass es bei mir genauso war. Nachdem ich endlich den beruflichen Durchbruch hatte, wollte ich die jahrelange Entbehrung und das Nicht-Leisten-Können-Stigma endlich loswerden und bin genau in diese Lifestyle-Inflationsfalle getappt. Am Ende hatte ich einen riesigen Berg Schulden, obwohl ich richtig gut verdient habe. Ich habe es zum Glück geschafft die Schulden loszuwerden und bin dabei auch Stück für Stück immer glücklicher geworden. Dieses Gefühl der Zufriedenheit und Gelassenheit hält bis heute an. Diese neue Art von Wohlstand ermöglicht ein achtsameres Leben mit viel mehr Zufriedenheit und Glück.

 

„Persönlichkeit fängt da an, wo der Vergleich aufhört.“ Karl Lagerfeld

 

Starte in dein Zero Waste Leben, in dem du dir bewusst machst, dass es nicht darauf ankommt, was du besitzt.

 

Starte jetzt mit der Veränderung in deinem Zuhause

  • Du bist nicht die Dinge, die du besitzt. Weder bei den Klamotten, noch bei der Wohnungseinrichtung.
  • Du bist nicht mehr oder weniger, wenn du mehr oder weniger besitzt.
  • Dinge in deinem Zuhause, die dich nicht inspirieren oder die du nicht benutzt, solltest du spenden oder verkaufen, so dass sie jemanden der sie wirklich braucht nützlich sein können.

Diese Veränderungen werden nicht über Nacht kommen und du wirst auch nicht von heute auf morgen auf alles verzichten. Wenn du diesen Weg jedoch einschlägst, wirst du mit mehr Wertschätzung für deinen Besitz belohnt. Du wirst die Dinge, die dir wichtig sind mit anderen Augen sehen. Das eine oder andere reparieren und behüten und somit auch wertvolle Ressourcen für die Umwelt schonen.

Alles, was nicht neu produziert werden muss, hilft auch der Natur sich zu erholen. Was wir vor allem brauchen, ist eine Zukunft, in der es uncool ist, neue Dinge anzuschaffen, wenn es das Gleiche auch Gebraucht gibt. Gestalte diese Zukunft mit und erhalte somit mehr Fülle und Aufmerksamkeit in deinem Alltag.

Was schaffst du es, mit weniger zu leben? Was bedeutet für dich Wohlstand?

2 Comments

  • Petra Bäumler Juni 24, 2019 at 7:12 am

    Liebe Jana,

    vielen Dank für deine immer wieder inspirierenden Artikel, die mich echt zum Nachdenken anregen. Du hast absolut Recht! Immer mehr Dinge sind es nicht, die uns glücklich machen. Auch ich als Minimalistin tappe doch immer mal wieder in diese Falle, aber genau zur rechten Zeit kommen dann zum Glück solche „zufälligen“ Nachrichten oder Winke aus der Außenwelt, die mich wieder erinnern, dass es die Menschen und die Momente sind, die mich glücklich machen. Natürlich gehören schon auch Dinge dazu, aber sie ergänzen eher, denn dass sie es sind, die im Fokus liegen. Ich hatte gestern ein schönes Beispiel dafür! Wir waren zum Ferienabschluss bei guten Freunden zum Grillen eingeladen und da gab es auch Gin Tonic! Und was soll ich sagen, ich habe 3 kleine leere Tonic-Flaschen ergattert, weil ich es liebe, dort gepflückte Wiesenblumen zu arrangieren! Ich habe mich so darüber gefreut, das kann ich kaum beschreiben! Eine teure Designer-Vase hätte mich nicht mehr freuen können! Also ich finde ja, dass das Glück absolut in den kleinen Dingen liegt und genau das die Kunst im Leben ist, dieses Glück auch als solches zu sehen! Danke dir und bitte unbedingt weiter so –
    herzliche Grüße,
    Deine Petra

    • Martha's Juni 25, 2019 at 3:22 am

      Liebe Petra,

      ich weißt genau, was du meinst! es ist so schön, zu wissen, dass wir uns an kleinen Dingen erfreuen können. Das macht das Leben einfach lebenswerter statt immer nur auf das zu schauen, was man nicht hat.
      Ganz herzliche Grüße
      Jana

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